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Schlüsselhormon Insulin
Auch Versorgungs- und „Dickmacher“ Hormon genannt
Jeder zweite erwachsene Schweizer und jedes fünfte Kind in der Schweiz sind übergewichtig. Lange Zeit galt, dass zuviel Fett und wenig Bewegung dick machen. Neuere Studien belegen, dass aber auch die Wahl der verzehrten Kohlenhydrate über Normal- und Übergewicht mitentscheiden.
Lebensmittel und die Insulinreaktion
Ein Auto benötigt zur Fortbewegung Benzin und Öl. Geht das Benzin aus, bleibt es stehen. Fehlt das Öl im Automotor über einen längeren Zeitraum kommt es früher oder später zum Motorschaden.
Das „Benzin“ des Menschen zum Denken und für jede körperliche Betätigung sind die Kohlenhydrate. Möglichst vollwertige Kohlenhydrate mit einem hohen Ballaststoffanteil und einem tiefen glykämischen Index (GLYX) sollten es sein. Das „Öl“ für den Menschen findet man vor allem in Gemüse, Obst und Salat, den sogenannten Mikronährstoffen, also Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Die von den Menschen des 21. Jahrhunderts gegessenen Kohlenhydrate sind meist ballast- und vitalstoffarm und haben einen hohen glykämischen Index (GLYX). Gipfeli, Cola, Fast food, Süssigkeiten, Weissmehlprodukte etc., sind Lebensmittel aus der obengenannten Gruppe. Was bedeutet dies für den Organismus? Je höher der Blutzucker nach einer Mahlzeit ansteigt, desto höher der glykämische Index, und desto mehr Insulin muss von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet werden.
Bei jahrelangem Verzehr solcher Kohlenhydrate kommt es zum sogenannten Hyperinsulinismus (Überproduktion von Insulin) bis hin zur Insulinresistenz später dann zum Diabetes Typ II und seinen schweren Folgeerkrankungen. Wenn ausserdem zuwenig „Öl“ besser gesagt, Mikronährstoffe zugeführt werden, gerät auch der Zellstoffwechsel in ein Ungleich-gewicht. Erste Anzeichen insgesamt sind: Müdigkeit, Heisshungerattacken, Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit.
Die Aufgabe des Insulins
Das Schlüsselhormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Die Aufgabe des Insulins ist es, die Nährstoffe auf alle Körperzellen (insbesondere die Muskeln) zu verteilen und den Blutzucker zu regulieren.
Fett und Zucker wird im Fettgewebe durch Insulin „eingesperrt“, denn Insulin öffnet die „Eingangstüren“
und verschliesst die „Ausgangs-türen“. Bewegung und die dadurch ausgeschütteten Hormone Adrenalin
und Noradrenalin öffnen die Ausgangstüren wieder. Das eingelagerte Fett kann so verbrannt werden.
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